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Kurze Geschichte von Slavice (Mariafels)

Die erste Kunde über die Gemeinde stammt aus dem Jahre 1329 im Zusammenhang mit Leo Wolf von Mariafels. Vor 1408 wurde das Dorf von einer der Seitenlinien der Herren von Svamberk erworben. Im J. 1412 ereignete sich ein Streit um Mariafels zwischen Bavùrek und den Hanowetzs von Svamberk, als Mariafels vermutlich ausgeraubt und verwüstet wurde. Kurz danach ging das Dorf mit der Festung in die Hände der Mariafelser Junker über. Im 16. Jahrhundert wird es ein Bestandteil der Trebler Herrschaft, mit welcher Mariafels im Jahre 1711 in die Verwaltung des Trebeler-Trpister Gutes der Herren von Sinzendorf überging. Im J. 1793 verkauften die Sinzendorfs die Herrschaft an Johannes Anton Lex von Aehrenthal, von dessen Tochter Trpist und Mariafels im J. 1874 auf die Kinskys übertragen wurden, diesen folgten seit 1879 die Wydenbrucks. Im J. 1896 wurde die Herrschaft vom Ritter Vilém Kubinský gekauft. Bei der Grundstücksreform im Jahre 1925 wurde die Gemeinde Mariafels von Trpist abgetrennt und ging ins Eigentum von Hugo Waka und seiner Gattin Hildegarde, geboren Kubinský, über. Der deutsche Name des Dorfes - Mariafels - der heilige Maria Felsen - wird vermutlich im J. 1654 zum ersten Mal erwähnt. Diesen Namen erhielt das Dorf wohl nach der kleinen Marienkapelle, zu welcher oft Wallfahrten veranstaltet wurden. Wahrscheinlich an der Stelle der alten Kapelle ließ der hiesige Verwalter Georg Grosam im J. 1822 eine neue Kapelle erbauen. Im J. 1654 lebten im Dorf 25 Gutsbesitzer mit ihren Familien. Der Theresienkataster gibt an, dass im J. 1757 32 Landwirte im Dorf lebten. Im J. 1838 hatte die Gemeinde bereits 54 Konskriptionsnummern und 383 Einwohner. Im J. 1930 lebten hier in 65 Anwesen 312 Einwohner und im J. 1991 in 29 Konskriptionsnummern insgesamt nur noch 100 Einwohner. Unter die geistliche Verwaltung des Pfarrers von Kozolup gehörte die St.-Laurentius-Kapelle, welche bereits im J. 1757 erwähnt wird.




Die alte Mariafelser Festung stand im Raum zwischen den Konskriptionsnummern 5, 51 und dem Schlossspeicher. Noch in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts war in diesem Raum ein quadratisches Gebäude auf kreisförmigem Hügel, umgeben von einem Wassergraben mit einem Schutzwall, eingezeichnet. Die Reste des Wassergrabens sind auch im Gemeindeplan aus dem Jahre 1839 eingezeichnet. Der Herrensitz aus der jüngeren Zeit - das von den Herrschaftsbeamten genutzte Schlösschen - entstand angeblich durch den Umbau des alten Schafstalles im auslaufenden 18. Jahrhundert.
Diese wurde im Jahre 1767 von den Sinzendorfs in eine Kirche umgebaut. In damaliger Zeit stand im Dorf noch das alte Schloss, die frühere von einem Wassergraben umgebene Festung, und auch das erst vor kurzem erbaute neue Schloss. In der Umgebung des Dorfes dehnten sich Hopfenfelder aus. Außer der St.-Laurentius-Kirche stand hier noch die bereits erwähnte Kapelle „Zur schmerzhaften Jungfrau Maria“. In diesen beiden Gotteshäusern wurden Jahresgottesdienste veranstaltet.













Der wesentliche Umbau des Hofes, bei dem die Reste der alten Festung verschwanden und der Hof im Grunde sein heutiges Aussehen bekam, wurde um 1820 vom Herrschaftsverwalter G. Grosam realisiert. Ein weiterer Umbau des Schlosses ereignete sich vermutlich erst nach 1925, als Mariafels nach der Grundstücksreform wieder ein eigenständiges Gut wurde. In der Zeit erhielt das Schloss auch den historisierenden Turm in der Baufront. Die Gartenfassade wurde um eine in den Schlossgarten geöffnete Loggia mit zwei Türmen ergänzt.





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